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Auffahrunfall – Schmerzensgeld nach Kollision mit dem Hintermann

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Täglich kommt es zu Auffahrunfällen. Die Unfallquelle kann dabei sehr unterschiedlich sein. Oft reicht aber schon eine heftige Bremsung oder eine abrupte Geschwindigkeitsreduzierung, so dass der Hintermann nicht mehr rechtzeitig reagieren und ein Auffahrunfall nicht mehr vermieden werden kann.  Vor allem auf vielbefahrenen Straßen oder in Städten mit großem Verkehrsaufkommen, kommt es vermehrt zu Kollisionen mit dem Hintermann. In einer solchen Situation stellt sich die Frage, wer für den Schaden am Fahrzeug, aber vor allem für eventuelle Schäden an der Person, aufkommt. Der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. klärt im folgenden Text die wichtigsten Fragen zum Thema „ Schmerzensgeld nach Auffahrunfällen“. – Isabel Frankenberg

Schmerzensgeldforderungen nach einem Auffahrunfall entstehen in erster Linie durch Verletzungen von Personen. Sehr oft kommt es durch den Aufprall zu einer Verstauchung der Halswirbelsäule. Doch auch Zerrungen und Bänderrisse sind häufige Konsequenzen. Da solche Verletzungen oft erhebliche Beeinträchtigungen mit sich bringen, führen sie zu einer Verschlechterung der Lebensqualität. Diese Einbußen sollen durch das Schmerzensgeld ausgeglichen werden und werden in der Regel von der Versicherung des Verursachers getragen. Es gibt allerdings einige Fälle, in denen es sehr schwer ist, das entsprechende Schmerzensgeld festzulegen. Dies ist z.B. bei einem Schleudertrauma der Fall. Ein Schleudertrauma ist eine Weichteilverletzung der Halswirbelsäule. Solche Verletzungen werden in der Regel mit 500 bis 1200 Euro entschädigt. Verletzungen an der Halswirbelsäule können aber auch Schmerzen hervorrufen, die längere Zeit andauern und dann nicht nur eine Bewegungseinschränkung sondern auch eine Arbeitsunfähigkeit mit sich bringen. In solchen Fällen liegt die Höhe des Schmerzensgeldes bei bis zu 10.000 Euro. Das Schmerzensgeld ist allerdings nur dann gewährleistet, wenn die Beweislage eindeutig ist. Beweise sind z.B. Röntgenbilder, die die Verletzungen deutlich zeigen. Kann eine Verletzung nicht bewiesen werden, wird es sehr schwer, ein Schmerzensgeld zu erlangen, da sich Versicherungen meist weigern, die Beträge zu zahlen.

Wie hoch ein Schmerzensgeld ausfällt, liegt in der Entscheidung des Richters. Eine Orientierung bietet dazu allerdings die Schmerzensgeldtabelle, bei der es sich um eine Liste von Urteilen und dem entsprechendem Schmerzensgeld handelt. Meist findet sich eine Klassifizierung der Art der Verletzung wieder. Demnach muss bei einem Schleudertrauma mit temporärer Arbeitsunfähigkeit ein Schmerzensgeld von ca. 500 Euro vom Verursacher bezahlt werden. Bei einem Auffahrunfall ist das Schmerzensgeld aber auch davon abhängig, ob dem Geschädigten eine Teilschuld zugesprochen werden kann. Das ist unter anderem der Fall, wenn der Auffahrunfall in Folge eines Fehlverhaltens des Verletzten aufgetreten ist. Das Schmerzensgeld wird demnach reduziert, wenn ein Autofahrer eine Vollbremsung vornimmt, weil sich z.B. ein Tier auf der Fahrbahn befindet, welches nicht überfahren werden soll. In diesem Fall wird dem Verletzten eine Mithaftung zugesprochen, wodurch die Höhe des zu zahlenden Schmerzensgeldes angepasst wird und in der Regel niedriger ausfällt.

Den kostenlosen Ratgeber finden Sie hier. Zudem bietet das Ratgeberportal www.schmerzensgeldtabelle.net weitere Informationen, Schmerzensgeldtabellen und Ratgeber zu Themen, wie Schlägerei, Mobbing und Fahrradunfall.

Über den Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V.

Der BvdR. E.V.  ist der Zusammenschluss von Rechtsjournalisten und Rechtsanwälten aus ganz Deutschland, die Rechtsbeiträge zu verschiedensten Themen auf den Portalen arbeitsvertrag.org, scheidung.org, abmahnung.org und rechtsanwaltfachangestellte.org veröffentlichen.

Der Verband wurde im August 2015 von dem Rechtsanwalt Mathis Ruff in Berlin ins Leben gerufen.  Übergeordnetes Ziel ist es, umfassende Informationsportale zu schaffen, auf denen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über sämtliche relevanten Rechtsbereiche in Deutschland informieren können. Zudem wird ein deutschlandweites Anwaltsverzeichnis aufgebaut  und gepflegt. Der Verband sieht sich an dieser Stelle ausschließlich als Informationsplattform und bietet daher keine Rechtsberatung an.

 

(In Kooperation mit dem Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V.)

Die zehn häufigsten Fehler beim Parken

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Eigentlich macht man sich über das Thema Parken selten Gedanken, dabei kann man aber einiges falsch machen.  Im schlimmsten Fall wird das Auto abgeschleppt aber auch ein Verwarn- oder Bußgeld ist ärgerlich und vermeidbar. Die wichtigsten Punkte haben wir nachfolgend zusammengestellt:

 

  • Straßeneinmündungen und Kreuzungen

Oft sieht man Autos dicht vor Einmündungen abgestellt, gerade abends  in Straßen mit wenigen Parkplätzen. Um ein Bußgeld von bis zu 30 Euro zu vermeiden muss man fünf Meter Abstand von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten einhalten.

  • Parken vor Einfahrten

Vorsicht in schmalen Straßen, hier darf man nicht gegenüber von Einfahrten parken. Dem Fahrer muss es möglich sein, seine Einfahrt zu verlassen ohne umständlich rangieren zu müssen.

  • Parken am linken Fahrbahnrand

Lediglich in Einbahnstraßen, in verkehrsberuhigten Bereichen oder wenn am rechten Fahrbahnrand Straßenbahnschienen verlaufen darf man am linken Fahrbahnrand parken. In normalen Straßen ist dies hingegen nicht erlaubt.

  • Halteverbotsschild wird während des Urlaubs aufgestellt

Wird ein mobiles Halteverbotsschild aufgestellt – zum Beispiel anlässlich eines Umzugs- so muss der Halter des Fahrzeugs nach gängiger Rechtssprechung mindestens drei Tage Zeit bekommen, sein Auto umzuparken. Nach Ablauf dieser Zeit darf es allerdings abgeschleppt werden.

Wenn man ohne sein Auto im Urlaub ist sollte man also eine Person seines Vertrauens bitten, das Auto wenn nötig umzuparken.

  • Halten in zweiter Reihe

Es ist so bequem, einfach kurz in zweiter Reihe halten um Brötchen zu holen oder kurz zum Geldautomaten zu gehen. Dies darf man aber nur zum Be- und Entladen und nicht länger als drei Minuten, sonst wird ein Bußgeld von 15 Euro fällig. Die einzige Ausnahme sind Taxen, die Ihre Fahrgäste ein- und aussteigen lassen dürfen sofern es die Verkehrslage erlaubt.

  • Parklücke reservieren

Auch gerne gesehen ist das blockieren von Parkplätzen durch Gegenstände oder Personen. Aber auch dies ist nicht zulässig – allerdings auch nicht das Herausdrängen von Personen durch seine Auto. Vorrang hat immer derjenige, der die Lücke zuerst erreicht.

  • Supermarktparkplätze

Immer mehr Supermärkte verlangen eine Parkscheibe, wenn man deren Parkplatz zum Einkaufen nutzen möchte. Hierfür muss aber gut sichtbar an der Einfahrt ein Schild aufgestellt sein, das darauf hinweist. Überschreitet man die festgelegte Parkzeit so darf das Auto abgeschleppt werden. Solche Parkplätze sind generell Privatgrund und die Betreiber möchten sicherstellen, dass sie nur von Kunden genutzt werden.

  • Benutzung von Parkscheiben

Selten parkt man genau zur vollen oder halben Stunde, die Parkscheibe wird trotzdem auf diese Zeit eingestellt. Trifft man zum Beispiel um 13:08h ein, so zählt die Zeit erst ab 13:30h und muss so eingestellt werden. Ist die maximale Parkdauer erreicht darf man die Parkscheibe auf keinen Fall weiterdrehen.

  • Abstellen von Motorrädern

Motorrräder und Roller müssen grundsätzlich auf einem normalen Parkplatz abgestellt werden auch wenn es bequemer ist, den Gehweg zu nutzen. Eine Ausnahme gilt lediglich für extra gekennzeichnete Parkflächen für Motorräder. Auch das Teilen eines Parkplatzes durch zwei Motorräder schützt übrigens nicht davor, dass Beide ein Parkticket lösen müssen.

  • Wohnmobile länger parken

Gerade im Winter sieht man gerne Wohnwagen am Straßenrand stehen. Hier gilt jedoch das Gleiche wie für Anhänger, die Abstellzeit am selben Ort ist auf zwei Wochen begrenzt. Wohnmobile bis zu 7,5 Tonnen hingegen dürfen ganz normal am Straßenrand geparkt werden.

 

Die drei großen Gefahren des Winters

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Nicht nur Eis und Schnee machen das Fahren im Winter riskant. Die dunkle Jahreszeit bringt noch zwei weitere, oft unterschätzte Gefahrenquellen mit sich...

Für alle Autofahrer, die verantwortungsbewusst mit ihrer eigenen Sicherheit, aber auch mit der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer oder sogar der Mitfahrer in ihrem Auto umgehen möchten, haben wir hier ein paar altbewährten Tipps, die man nicht oft genug wiederholen kann, zusammengetragen. Es gibt aber auch ein paar neue Ideen und Ratschläge, die zur Sicherheit im Winter beitragen...

Bereits im Herbst bringt das Wetter Kräfte mit sich, die wir als Autofahrer nicht unterschätzen sollten: Stürme. Sie fegen über das Land, stürzen Bäume um und verursachen Flutwellen...  und Verkehrsunfälle!
Die erste der drei großen Gefahrenquellen, ist vielleicht die letzte, die einem einfällt, wenn man an wetterbedingte Risiken denkt:

 

Windböen und Sturm

Jeder Autofahrer kennt das beeindruckende Gefühl, wenn das Fahrzeug, das man steuert von einer starken Windböe erfasst wird und plötzlich noch ganz “andere Kräfte lenken”. Aber wissen sie auch, wie sie trotzdem die Kontrolle behalten? Wenn sie eine Böe erwischt ist klar: sanft gegensteuern und nicht ruckartig das Lenkrad drehen. Aber wie können sie solche Manöver schon im Vorfeld vermeiden? Ob und wie weit sie sich vom Wind beiseite schieben lassen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der, den sie am besten selbst beeinflussen können, ist ihre Geschwindigkeit! Je schneller sie fahren, desto weiter kommen sie vom Kurs ab. Also: runter vom Gas, wenn eine Böe droht. Besondere Aufmerksamkeit ist demnach immer geboten, wenn sie aus dem Windschatten heraus oder auch hinein fahren. Das ist zum Beispiel beim Überholen eines LKW der Fall, aber auch, wenn sie im Wald auf eine Schneise zufahren oder wenn sie eine Brücke überqueren. Weitere Tipps zum Fahren bei Wind und Sturm gibt es auf dem jungen Portal des ADAC.

Brücken haben noch einen weiteren Effekt auf die Fahrsituation. Ihre Oberfläche ist oft kälter als die der Fahrbahn davor und dahinter. Dadurch kann es auf einer Brücke schonmal gefrieren, wenn sonst alles eisfrei ist. Damit kommen wir zur zweiten und naheliegendsten Gefahrenquelle im Winter:

 

Eis und Schnee

Ähnliches wie für Brücken gilt auch für Senken, in denen kalte Luft stehen kann. Auch hier kann es Eisfelder auf einer sonst freien Straße geben.

Ebenso plötzlich und unerwartet kann Eisregen die Fahrbahn in eine Eisfläche verwandeln. Eben fahren sie noch sorgenfrei eine trockene Straße entlang doch bevor sie den feinen Nieselregen realisiert haben, ist die Straße gefroren und spiegelglatt.

Daher macht es Sinn den Wetterbericht im Auge zu behalten. Temperaturen um null Grad sind besonders tückisch. Und über mögliche Niederschläge sollten sie schon im Vorfeld informiert sein. So gewappnet, kann man sich vor bösen Überraschungen schützen.

Das Fahren bei Eis und Schnee birgt ganz eigene Gefahren

Mit Sicherheit der wichtigste Aspekt für eine sichere Fahrt bei Eis und Schnee sind aber die Reifen. Die Faustregel lautet: Winterreifen von O bis O, also von Oktober bis Ostern. Das Thema versteht sich eigentlich von selbst und wurde auch schon häufig genug besprochen, trotzdem wollten wir es hier nicht unerwähnt lassen!

Denn sollten sie trotz aller Vorsicht in eine brenzlige Situation geraten, dann helfen vielleicht nur noch gute Bremsen und Reifen. Das ist im Winter vermehrt der Fall in Situationen, die durch die dritte große Gefahr verursacht werden...

 

Dunkelheit und schlechte Sicht

Im Winter sind die Tage kurz, morgens ist es noch lange dunkel, auch der hektische Berufsverkehr muss ohne Tageslicht auskommen. Genau zu dieser Tageszeit sind aber viele Tiere besonders aktiv. Wildschweine, Hirsche und Rehe verlassen die sichere Deckung des Waldes und überqueren vermehrt auch Straßen. Kein Wunder also, dass in der dunklen Jahreszeit die Anzahl der Wildunfälle stark ansteigt. Was man im Falle eines Falles tun sollte, wird in diesem Video vom ADAC super erklärt

Oftmals wird es dann den ganzen Tag nicht richtig hell, es bleibt grau und trüb und es herrscht schlechte Sicht. Vor allem eine Gruppe von Verkehrsteilnehmern ist dadurch besonders gefährdet. Im dichten Verkehr bei schlechter Sicht werden Radfahrer oft übersehen. Für die Radfahrer selbst lohnt es sich daher, regelmäßig die eigene Sichtbarkeit zu prüfen und Die Ausstattung dafür zu verbessern. Ständig kommen neue Produkte auf den Markt die leuchten, blinken und reflektieren. Eine Investition die sich lohnen könnte. Und selbst das Fahren mit Helm ist ja inzwischen nicht mehr peinlich – sondern sogar hipp geworden.
Aber auch wenn sich seitens der Radfahrer viel getan hat gibt es immer noch auch die Autofahrer, die lernen müssen vor allem mit dem zunehmenden Fahrradverkehr in den Städten umzugehen. Eine Gefahrenquelle, die sich hartnäckig hält, ist nicht das Übersehen im fließenden Verkehr – sondern im Stillstand. Die berühmte Autotür, die an einem parkenden Auto unbedacht aufgerissen wird! Eine wirklich gute Möglichkeit für Autofahrer, das zu verhindern, wird in den Niederlanden bereits als Standard in den Fahrschulen gelehrt. Wie es geht, zeigt dieses kleine Video.

Trotz aller Tipps und Verhaltensregeln bleibt das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, bestehen - unabhängig von der Jahres- oder Tageszeit oder vom Wetter. Dann ist es wichtig, zu wissen, was zu tun ist. Einen ausführlichen und sehr informativen Ratgeber zum Thema Erste Hilfe hat der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. herausgegeben. Das ebook enthält nicht nur eine Anleitung für die sogenannten lebensrettenden Sofortmaßnahmen sondern viele weitere Informationen darüber hinaus.

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