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Worauf soll man bei der Auswahl eines Fahrradhelms achten?

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Der Sommer bringt hoffentlich noch etwas schönes, warmes und sonniges Wetter. Was gibt es schöneres, als dann gemütlich mit der Familie oder Freunden und einem Picknick in der Packtasche einen Ausflug ins Grüne zu machen?

Aber auch bei Ausflügen gilt die Regel, dass ein Fahrradhelm getragen werden sollte. Ein Thema, bei dem sich die Meinungen spalten. Brauche ich als Erwachsener einen Helm? Der ist unbequem, zerstört jede Frisur und außerdem – man ist ja nur im Grünen unterwegs, da ist der doch nicht nötig.

Abgesehen von einer Vorbildfunktion für Kinder ist ein Fahrradhelm grundsätzlich sinnvoll. Auch bei einem Ausflug nimmt man am Straßenverkehr teil. Es gibt immer Straßen, die überquert werden müssen und auch bei der Fahrt durch den Wald kann man böse stürzen. Der Kopf ist empfindlich, ein Sturz kann schnell weitreichende Folgen haben erst recht, wenn ein Auto im Spiel ist. Dem Vorbeugen einer schwerwiegenden Kopfverletzung sollte einem die vermeintliche Unbequemlichkeit wert sein. Und man gewöhnt sich auf Dauer daran.

Worauf sollte man nun bei der Auswahl achten? Der Preis ist kein Kriterium, sowohl teure als auch günstige Helme schneiden in den Tests gut ab. Eine erste Orientierung bieten diese Ergebnisse. Aber jeder Helm muss probegetragen werden. Er muss sich individuell und passgenau einstellen lassen damit er fest aber nicht unbequem sitzt. Hierzu am besten den Helm im Geschäft einige Minuten probetragen. Farblich empfehlen sich die helleren Varianten. Damit wird man nicht nur besser gesehen, sie heizen sich im Sommer auch nicht so stark auf. Verfügt er darüber hinaus noch über Reflektoren oder zusätzlich ein Rücklicht ist es optimal. Auch in der Dunkelheit oder bei schlechtem Wetter wird man so im Straßenverkehr frühzeitig gesehen.

Für zwischenmenschliches Vertrauen. Mit analoger Sicherheit. Wider die digitale Anonymität.

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Leider lesen oder hören wir gelegentlich auch unangenehme Geschichten von Fahrgemeinschaften, die über Online-Portale zustande gekommen sind. Nicht nur unser MiFaZ-Portal sondern jeglicher Online-Dienst zum Knüpfen von Kontakten - gleich welchen Zwecks - kann natürlich auch von Personen genutzt werden, die Unsinn im Schilde führen.

So z.B. der Fall mit den als Geschäftsleuten getarnten Flüchtlingen, die ein ahnungsloser Anbieter von Mitfahrgelegenheiten aus versehen über mehrere Landesgrenzen schmuggelte. Ich muss gestehen, als ich die Geschichte las, konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Der arme Fahrer aber musste sich vor Gericht verantworten. Er hatte Glück, der Richter ließ Milde walten und reduzierte das Strafmaß, so dass er ohne Vorstrafe davon kam.

Aber was wurde aus der jungen Frau, deren Mutter bei uns anrief, weil sie sich Sorgen um ihre Tochter machte? Diese plante, mit einem anderen Nutzer mitzufahren, den sie aufgrund des Kontakts im Vorfeld irgendwie komisch fand. Ging das auch so glimpflich aus?

Wir können unsere Nutzer leider nicht in einem ausreichenden Maße überprüfen. Da wir keine Vermittlungsagentur für Fahrer und Mitfahrer sind, sondern lediglich eine Kommunikationsplattform zur Verfügung stellen, mit dem Zweck, dass Menschen sich zu Fahrgemeinschaften zusammenfinden, sind uns in dieser Hinsicht sowohl organisatorisch, vor allem aber auch rechtlich, die Hände gebunden.

Wir legen aber nunmal besonders großen Wert auf die Sicherheit unserer Nutzer - nicht nur, was ihre Daten angeht. Und so können und wollen wir das Thema Sicherheit auch über das Portal hinaus nicht unberücksichtigt lassen…
Also haben wir nachgedacht und recherchiert und diskutiert und möchten euch, unseren Nutzern, einige Tipps geben, die dazu beitragen sollen, Sorgen und Ängste abzubauen und auch eure tatsächliche Sicherheit zu erhöhen.
Was wir bisher bereits machen ist eine Prüfung der E-Mail-Adresse. Eine Kontrolle von Identität, Fahrerlaubnis und Versicherungsstatus ist aus bereits genannten rechtlichen und praktischen Gründen nicht so ohne Weiteres möglich. Für die Zukunft arbeiten wir aber daran, zumindest etwas anbieten zu können.

Seit der Rundumerneuerung unseres Portals haben wir aber das Hochladen von Fotos erleichtert und tatsächlich erreicht, dass inzwischen wesentlich mehr Nutzer ein Bild von sich zeigen. Das freut uns sehr, denn so bekommt man bereits im Vorfeld einen Eindruck von der Person, mit der man fahren wird und kann außerdem prüfen, ob es sich auch um denjenigen handelt, mit dem man sich verabredet hat. Das schafft Vertrauen!

Außerdem haben wir ein eigenes Bewertungssystem. Das wird leider noch wenig genutzt, daher möchten wir an dieser Stelle an euch alle appellieren: tut es! Bewertet! Nicht nur auf unserem Portal, sondern fast überall im Internet sind Bewertungssysteme das wichtigste Medium um einen Eindruck von sich zu schaffen oder von anderen zu erhalten. Das gilt für private Verkäufer bei Online-Auktions-Dienstleistern genauso wie für Online-Shops und eben auch für andere Dienste wie z.B. Mitfahrzentralen.

Es gibt dafür ein tolles Projekt auf dem Markt, das wir gerne unterstützen möchten. Die Rede ist von Trustami, einem übergeordneten Bewertungs-Portal, das Bewertungen aus verschiedenen Accounts sammelt und verbindet und auf dieser Grundlage einen Vertrauensausweis erstellt, der dann für Online-Interaktionen genutzt werden kann. Mehr dazu auf der Seite von Trustami. Auf MiFaZ kann man es bereits nutzen. Achtet mal darauf!

All das sind Maßnahmen, die uns helfen, uns schon im Vorfeld ein Bild von einer fremden Person zu machen, mit der wir uns für eine gemeinsame Fahrt verabreden. Wir halten diese Möglichkeiten für wichtig, nicht nur um sich ein bessere Gefühl zu verschaffen sondern auch, um es potenziellen Übeltätern unangenehmer und schwerer zu machen.

Wir gehen aber noch einen Schritt weiter und rufen unsere Nutzer dazu auf, über diese digitalen Maßnahmen im Vorfeld hinaus beim persönlichen Zusammentreffen Informationen aus realen Dokumenten auszutauschen. Zeigt Euch gegenseitig Personalausweis oder Reisepass und ggf. Führerschein und Versicherungsnachweis.

Wir würden uns freuen, wenn das irgendwann selbstverständlich wäre, so dass alle Teilnehmer schon im Vorfeld damit rechnen und niemand mehr pikiert auf eine solche Anfrage reagiert. Fotografiert, gespeichert oder gar verschickt werden dürfen derlei Dokumente aber im Regelfall nicht.

Was jedoch immer geht - aber bitte nicht heimlich sondern offen und abgesprochen - ist ein Anruf bei einer Vertrauensperson kurz vor der Abfahrt. Der könnte sich in etwa so anhören: “Hallo Mama, ich steige jetzt in Hamburg am Hauptbahnhof in einen roten Kombi mit dem Kennzeichen HH - XY 123 und sollte voraussichtlich heute Abend gegen 19:00 Uhr bei dir in München vor der Tür stehen. Die freundliche Dame, die mich mitnimmt heißt Maria Musterfrau.” Dieselbe Information passt natürlich auch in eine Text-Nachricht.

In Zukunft könnten solche Nachrichten oder Anrufe vielleicht die ein oder andere besorgte Anfrage von Eltern bei uns in der Mitfahrzentrale ersetzen. Befremdliche Gefühle anderen Fahrern oder Mitfahrern gegenüber kommen überhaupt nicht mehr erst auf oder können zerstreut werden. Und Personen ohne gültige Papiere versuchen gar nicht erst, bei jemandem mitzufahren - schon gar nicht in ein anderes Land.

Gemeinsam können wir einen Beitrag dazu leisten, echtes zwischenmenschliches Vertrauen zu schaffen und für mehr Sicherheit in der realen Welt zu sorgen. Trotz aller digitalen Anonymität.

 

Auffahrunfall – Schmerzensgeld nach Kollision mit dem Hintermann

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Täglich kommt es zu Auffahrunfällen. Die Unfallquelle kann dabei sehr unterschiedlich sein. Oft reicht aber schon eine heftige Bremsung oder eine abrupte Geschwindigkeitsreduzierung, so dass der Hintermann nicht mehr rechtzeitig reagieren und ein Auffahrunfall nicht mehr vermieden werden kann.  Vor allem auf vielbefahrenen Straßen oder in Städten mit großem Verkehrsaufkommen, kommt es vermehrt zu Kollisionen mit dem Hintermann. In einer solchen Situation stellt sich die Frage, wer für den Schaden am Fahrzeug, aber vor allem für eventuelle Schäden an der Person, aufkommt. Der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. klärt im folgenden Text die wichtigsten Fragen zum Thema „ Schmerzensgeld nach Auffahrunfällen“. – Isabel Frankenberg

Schmerzensgeldforderungen nach einem Auffahrunfall entstehen in erster Linie durch Verletzungen von Personen. Sehr oft kommt es durch den Aufprall zu einer Verstauchung der Halswirbelsäule. Doch auch Zerrungen und Bänderrisse sind häufige Konsequenzen. Da solche Verletzungen oft erhebliche Beeinträchtigungen mit sich bringen, führen sie zu einer Verschlechterung der Lebensqualität. Diese Einbußen sollen durch das Schmerzensgeld ausgeglichen werden und werden in der Regel von der Versicherung des Verursachers getragen. Es gibt allerdings einige Fälle, in denen es sehr schwer ist, das entsprechende Schmerzensgeld festzulegen. Dies ist z.B. bei einem Schleudertrauma der Fall. Ein Schleudertrauma ist eine Weichteilverletzung der Halswirbelsäule. Solche Verletzungen werden in der Regel mit 500 bis 1200 Euro entschädigt. Verletzungen an der Halswirbelsäule können aber auch Schmerzen hervorrufen, die längere Zeit andauern und dann nicht nur eine Bewegungseinschränkung sondern auch eine Arbeitsunfähigkeit mit sich bringen. In solchen Fällen liegt die Höhe des Schmerzensgeldes bei bis zu 10.000 Euro. Das Schmerzensgeld ist allerdings nur dann gewährleistet, wenn die Beweislage eindeutig ist. Beweise sind z.B. Röntgenbilder, die die Verletzungen deutlich zeigen. Kann eine Verletzung nicht bewiesen werden, wird es sehr schwer, ein Schmerzensgeld zu erlangen, da sich Versicherungen meist weigern, die Beträge zu zahlen.

Wie hoch ein Schmerzensgeld ausfällt, liegt in der Entscheidung des Richters. Eine Orientierung bietet dazu allerdings die Schmerzensgeldtabelle, bei der es sich um eine Liste von Urteilen und dem entsprechendem Schmerzensgeld handelt. Meist findet sich eine Klassifizierung der Art der Verletzung wieder. Demnach muss bei einem Schleudertrauma mit temporärer Arbeitsunfähigkeit ein Schmerzensgeld von ca. 500 Euro vom Verursacher bezahlt werden. Bei einem Auffahrunfall ist das Schmerzensgeld aber auch davon abhängig, ob dem Geschädigten eine Teilschuld zugesprochen werden kann. Das ist unter anderem der Fall, wenn der Auffahrunfall in Folge eines Fehlverhaltens des Verletzten aufgetreten ist. Das Schmerzensgeld wird demnach reduziert, wenn ein Autofahrer eine Vollbremsung vornimmt, weil sich z.B. ein Tier auf der Fahrbahn befindet, welches nicht überfahren werden soll. In diesem Fall wird dem Verletzten eine Mithaftung zugesprochen, wodurch die Höhe des zu zahlenden Schmerzensgeldes angepasst wird und in der Regel niedriger ausfällt.

Den kostenlosen Ratgeber finden Sie hier. Zudem bietet das Ratgeberportal www.schmerzensgeldtabelle.net weitere Informationen, Schmerzensgeldtabellen und Ratgeber zu Themen, wie Schlägerei, Mobbing und Fahrradunfall.

Über den Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V.

Der BvdR. E.V.  ist der Zusammenschluss von Rechtsjournalisten und Rechtsanwälten aus ganz Deutschland, die Rechtsbeiträge zu verschiedensten Themen auf den Portalen arbeitsvertrag.org, scheidung.org, abmahnung.org und rechtsanwaltfachangestellte.org veröffentlichen.

Der Verband wurde im August 2015 von dem Rechtsanwalt Mathis Ruff in Berlin ins Leben gerufen.  Übergeordnetes Ziel ist es, umfassende Informationsportale zu schaffen, auf denen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über sämtliche relevanten Rechtsbereiche in Deutschland informieren können. Zudem wird ein deutschlandweites Anwaltsverzeichnis aufgebaut  und gepflegt. Der Verband sieht sich an dieser Stelle ausschließlich als Informationsplattform und bietet daher keine Rechtsberatung an.

 

(In Kooperation mit dem Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V.)

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